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Kurzbeschreibung
Spielumsetzung
zum Kinofilm: Eines Tages muss Captain Charles T. Baker mit seinem
Raumschiff auf einem fremden Planeten notlanden. Schell merkt er, dass
er hier nicht alleine ist. Auf seiner Suche nach einem Versteck vor dem
Millitär an dem er seinen Rückflug organisieren kann, trifft er auf den
jungen Einheimischen Lem der ihm helfen will nach Hause zu fliegen...
Features:
- übernehme die Kontrolle über die beiden Hauptprotagonisten des Films Chuck und Lem
- Liefere dir wilde Rennen und Verfolgungsjagden mit einer Vielzahl
unglaublicher Schwebefahrzeuge: Autos, Lieferwagen, Fahrräder, Taxis,
Streifenwagen, Schwertransporter und sogar Rasenmäher!
Info:
Release: 06. November 2009
Entwickler: Pyro Soft
Publisher: SEGA
Genre: Action Adventure
Player: 1 - 4
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Review:
Mit Planet 51 aus dem Hause Pyro Soft bringt SEGA eine weitere Lizenz-Versoftung eines Kinofilms auf die Heimkonsolen.
Die Geschichte ist schnell erzählt. Der Astronaut Charles "Chuck" T. Baker stürzt eines Tages mit seinem Raumschiff über einer Kleinstadt des Planeten 51 ab. Dort erkennt er schnell, dass er nun der Außerirdische ist und sieht sich just mit Polizei und Regierung des fremden Planetens konfrontiert. Fort an muss Chuck versuchen sein Raumschiff wiederzufinden und ein Versteck suchen, an dem er ungestört seinen Rückflug zur Erde vorbereiten kann. Zum Glück ist er bei seinem Unterfangen nicht allein auf sich gestellt, der junge "Außerirdische" Lem will ihm helfen, sich auf dem neuen Planeten zurecht zu finden und nach Hause zu fliegen.
Wer den Film nicht gesehen hat ist zu Spielbeginn etwas im Nachteil, denn der Spieler wird einfach ohne große Erklärungen mitten ins Spielgeschehen katapultiert. Ohne großartig zu wissen was los ist, wen ihr spielt und warum ihr dort seit, beginnt das Tutorial. Nach einer kurzen Einführung in die Steuerung beginnt ihr auch schon mit den Missionen.
Während des Spiels übernehmt ihr die Kontrolle über die drei Charaktere Lem, Chuck und seinem Forschungsroboter "Rover". Die meiste Zeit des Spiels werdet ihr jedoch in der Rolle des jungen Lem verbringen. Dieser lebt in Glipforg, der Kleinstadt in der Chuck notlanden musste. In Glipforg erinnert alles stark an die USA der 50er Jahre und auch die Teenager-Probleme mit denen sich Lem herumschlagen muss sind erstaunlich irdisch. So ist Lem damit beschäftigt Rasen zu mähen, trägt Zeitungen aus und ist obendrein noch verliebt.
Im Weiteren Verlauf des Spiels müsst ihr mit Lem Rennen fahren, oder mit Chuck auf der Flucht vor der Polizei durch die Gegend kurven. Während ihr mit Lem die meiste Zeit des Spielverlaufs auf diversen Vehikeln wie Fahrräder, Autos oder Rasenmäher verbringt, spielen sich Chucks Parts meist zu Fuß ab. Hier müsst ihr euch auf der Flucht vor der Polizei durch Hintergassen bewegen und euch in Mülltonnen verstecken. Als Rover winken euch Erkundungsmissionen - diese hören sich aber spannender an als sie sind. Hier müsst ihr entweder über einen nervigen Parcours fahren, Gegenstände mit eurem Laser suchen oder euch durch eine Militäranlage schleichen – alles auf Zeit natürlich.
Das Spielt findet in insgesamt drei Arealen statt; in der Vorstadt, der Stadt selber und in der Wüste. Alle Gebiete sind frei begehbar. Die Karte ist übersichtlich und zeigt euch immer genau an wo Nebenmissionen absolviert werden können und wo es in der Geschichte weiter geht. Ihr könnt euch entweder zu Fuß oder mit einem eurer vielen Fahrzeuge in der Spielwelt fortbewegen. Wobei letztere Möglichkeit die schnellste Alternative darstellt. Eure Fahrzeuge könnt ihr an Fahrzeugverteilern, die in regelmäßigen Abständen an den Straßenrändern zu finden sind, auswählen. Aber auch herum fahrende Fahrzeuge könnt ihr in Beschlag nehmen, denn die NPC Fahrer überlassen euch bereitwillig das Steuer. Wenn ihr mit eurem Fahrzeug so über die Straßen düst müsst ihr aufpassen dass ihr nicht zu viele andere Autos an rempelt. Denn fahrt ihr zu rücksichtslos wird euch die Polizei in bekannter Need for Speed Manier verfolgen und wenn sie euch erwischt, ins Gefängnis stecken. Allerdings ist es nicht allzu schlimm wenn ihr der Polizei nicht entkommen solltet - wenn ihr ins Gefängnis gesperrt wurdet - so könnt ihr einfach aus der Türe wieder hinaus spazieren. Hat euer Fahrzeug während einer Fahrt Schaden erlitten, so müsst ihr einfach nur über einen der vielen blau leuchtenden Flicker auf der Straße düsen und schon repariert sich euer Gefährt wie von Geisterhand.
In den diversen, einfallslosen Nebenmissionen, die sich wohlgemerkt so anfühlen, als sollen sie das Spiel nur künstlich in die Länge ziehen, könnt ihr ehemalige Story Mission wie z.B. das "Rasen mähen" nochmal spielen. In allen Nebenmissionen gibt es 10 Level. Jedes Level spielt auf einem fast identischen Spielfeld statt mit nur wenig unterschiedlichen Bedingungen (weniger Zeit etc.). Habt ihr keine Lust die 10 Level hintereinander zu spielen - was aufgrund des fehlenden Spaßfaktors nahe liegend ist - so müsst ihr bei einem Neustart wieder von Level 1 beginnen. Was recht ärgerlich und demotivierend ist, da sich besonders die Renn- und Rasenmäher Missionen sehr in die Länge ziehen können. Beim erfolgreichen Absolvieren der Nebenmissionen winken euch neue Fahrzeuge, Charaktere und Sticker für euer Album als Belohnung.
Die Fahrzeuge die ihr während des Spiels ergattern könnt sind in vier Kategorien unterteilt; "Fahr-/Motorräder", "Spezial" z.B. Rasenmäher, "Wagen" und "Sportwagen". Trotz der großen Auswahl an Vehikeln unterscheiden sich die einzelnen Fahrzeuge nur wenig in Steuerung und Geschwindigkeit voneinander. Auch optisch ähneln sich die meisten Fahrzeuge einer Kategorie sehr.
Zur Grafik ist zu sagen, dass die Charaktere aus dem Spiel ihren Vorbildern aus dem Film zum verwechseln ähnlich sehen und die Animationen größtenteils flüssig laufen. Bei schnelleren Rennen, bei denen mehrere Fahrzeuge auf einmal auf dem selben Streckenabschnitt rasen, gibt es gelegentlich kleine, nicht ganz nachvollziehbare Ruckler sowie Tearing. Die Steuerung ist sehr träge und es macht manchmal den Eindruck, als ob die Fahrzeuge in Zeitlupe den eben gegebenen Befehl ausführen. Bei vielen Rennen schwenkt die Kamera auf den Levelrand sodass die Sicht oft einige Sekunden durch Bäume o.ä. versperrt wird- ziemlich ärgerlich wenn dadurch ein Rennen verloren wird.
Im Gegensatz zum eher langweiligen Spielgeschehen stellt die Musik ein wahres Highlight dar. Diese weiß mit rockigen Klängen und hohen Kompositionen zu überzeugen. Nerviges Gedüdel bleibt hier zum Glück aus. Die Synchronsprecher sind weitgehend in Ordnung, hier und dort wünscht man sich zwar ein wenig mehr Emotionen aber im Großen und ganzen passt es. Jedoch ist die Mimik der einzelnen Charaktere weniger als unausgereift; die Lippensynchronität ist gleich nulll und während der Dialoge schauen sich die Charaktere oft nicht an. Dazu kommen unpassende Gesichtsausdrücke, die die Verwirrung komplett machen. Ein Minuspunkt sind auch die Untertitel, diese sagen oft etwas ganz anderes als die gesprochenen Dialoge.
Vielleicht hätte hier ein guter Multiplayer Modus das Spiel gerettet, aber auch dieser weiß bei Planet 51 zu enttäuschen. Gespielt wird – nicht ganz zeitgemäß – offline mit bis zu vier Spielern im Split-Screen. Hier könnt ihr in insgesamt drei Modi "Rennen", "Autokarambolage" und "Explosionsgefahr" gegeneinander antreten. In allen drei Modi könnt ihr die Runden bzw. Minutenzahl (von 1 – 9), Polizei sowie die Feinde einstellen. Der einzige neue Modus ist hier "Explosionsgefahr" dieser funktioniert genauso wie der aus der Geschichte bekannte Karambolage Modus, nur dass ihr euren Gegner nicht in Schutt und Asche zerlegt – sondern eurem ihm eine Bombe weitergebt indem ihr in anrempelt (sofern ihr im Besitz der Bombe seit). Das positive am Multiplayer Modus ist, dass ihr alle während der Story und Nebenquests freigespielten Charaktere und Fahrzeuge hier auswählen könnt. Leider fehlen dem Multiplayer Modus jedoch Online Funktionen (vielleicht auch besser so) sowie jeglicher Unterhaltungswert. So werden sich viele Spieler an einem geselligen Abend lieber für eine Partie UNO entscheiden anstatt sich mit diesen Modi zu langweilen.
Fazit:
Aufgrund der schwachen Geschichte und der sehr begrenzten Modi ist Planet 51 eine typische 0815 Lizenz-Versoftung. Ein online Multiplayer Modus wäre schön gewesen, da vier Spieler über einen Spit-Screen wenig zeitgemäß daher kommt. Die vielen Missionen in und neben der Geschichte ähneln sich sehr und machen schon nach kurzer Zeit überhaupt keinen Spaß mehr. Zwar ist der Schwierigkeitsgrad angemessen und das Spiel wird an keiner Stelle zu einfach oder zu schwer, dies wird aber durch die schwammige, träge Steuerung und den monotonen Aufgaben wieder relativiert. Selbst die vielen freispielbaren Extras wie Filmschnippsel, Sticker, neue Charaktere und Vehikel können leider nichts an der fehlenden Langzeitmotivation ändern.
Wertung:
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Planet 51 Chuck Trailer
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